Tiersegnung

Klein und groß und breit und schmal

Am Festtag des hl. Franziskus – dem 4. Oktober – versammelt sich alljährlich ein buntes Völkchen an Menschen und Tieren vor der Pfarrkirche am Rupertusplatz in Dornbach. Klein und groß, breit oder schmal, zweibeinig oder vierbeinig: Alle freuen sich auf die Tiersegnung. Wenn Pfarrer Wolfgang Kimmel kommt, beginnt die fröhliche Segnungszeremonie für die Hunde, Katzen, Hasen, Meerschweinchen und jegliche andere Haustiere. Wer kein Haustier hat, kann sogar sein Stofftier mitbringen.

Oft kennt Pfarrer Kimmel die Hunde schon beim Namen, oder er fragt nach, wie das jeweilige Tier heißt. Er selbst hatte auch einen Hund – „Pimperl“ hieß er; den kannte sogar Kardinal Schönborn. Bei der Zeremonie nennt Pfarrer Kimmel alle Tiere beim Namen, besprengt sie mit Weihwasser und segnet sie.

Die Hunde sind meist in der Mehrzahl und sorgen auch für den höchsten Lärmpegel. Doch bei der Segnung hat es den Anschein, als seien sie sich der Bedeutung des Moments bewusst: da schweigen sie andächtig.

Ist die Tiersegnung zu Ende, gehen alle Besucher zufrieden mit ihren Tieren und Stofftieren wieder ihrer Wege. „Bis zum nächsten Jahr, am Fest des heiligen Franziskus!“, wünschen sich noch manche beim Verabschieden.

Marie-Claire Boulmer

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