Eine Heilige gegen die Pandemie?

Hl. Corona-Stephana

Zufall oder nicht? Es ist schon eigenartig, dass in Zeiten, in denen das Coronavirus um die Welt rast, eine Heilige aus dem frühen Christentum mit dem Namen Corona wiederentdeckt wird.

Der Überlieferung nach wurde die Hl. Corona um 160 n.Ch. in Ägypten oder Syrien geboren. Im Alter von sechzehn Jahren soll sie gemeinsam mit dem Soldaten Victor von Siena den Märtyrertod erlitten haben. Beide wollten ihrem christlichen Glauben nicht abschwören. Und zwar wurde sie auf äußerst grausame Weise getötet. Sie wurde an zwei niedergebundene Palmen gefesselt, die beim Hochschnellen ihren Körper zerrissen.

Im Jahr 965 n.Ch. kamen Reliquien von ihr in den Bremer Dom. Später wurden sie dann in den Aachener Dom überführt, wo sie sich noch befinden.

Der Gedenktag der Heiligen ist der 14. Mai, gelegentlich auch der 20. Februar. Sowohl in St. Corona am Wechsel wie auch in St. Corona am Schöpfl wird der Heiligen mit Wallfahrten gedacht. Ebenso in mehreren Orten in Bayern.

Sie gilt unter anderem als Fürsprecherin bei Seuchengefahr.

Gebet anlässlich des Coronavirus: (Johannes Hartl, Gebetshaus Augsburg)

Herr, unser Gott, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden. Bitte tröste jene, die jetzt trauern. Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie. Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung. Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind. Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht. Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten. Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit. Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit. Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist. Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können. Dass Du allein ewig bist. Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt. Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir. Amen.

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