Tagesevangelium – 12.9.2020

Samstag, 12.9.2020

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 1, 26-38

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.

Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.

Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.

Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?

Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.

Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.

Danach verließ sie der Engel.

Kommentar · Bettina Geiger

Wenn ich diese Stelle lese, fasziniert mich immer das riesige Vertrauen, das Maria in Gott hat.

Die Geschichte klingt ja fast wie ein Märchen, so unglaublich ist sie. Ein Engel erscheint einem jungen Mädchen. Nicht umsonst sagt der Engel: „Fürchte dich nicht“ . Wer würde sich nicht fürchten, wenn plötzlich ein Engel im Zimmer steht. Außerdem ist es ja auch ziemlich phantastisch, was der Engel ihr da ankündigt.

Und was macht sie  – sie fragt, wie das gehen soll, bekommt die Antwort, dass für Gott nichts unmöglich ist und dann sagt sie einfach „ja“ !

Nicht wissend, worauf sie sich da genau einlässt, was für unglaubliche Abenteuer sie dadurch erleben wird, was für wunderbare, aber auch für schwierige Zeiten, Ängste und Leid sie durchleben wird. Das unglaublich feste und große Vertrauen in Gott, das sie hier zeigt, begann sicher schon vor diesem Ereignis und zieht sich wie ein roter Faden durch ihr ganzes Leben.

Diesen roten Faden brauche ich auch in meinem Leben – auch wenn ich keine Ahnung habe, wie es weitergeht, wie es momentan überhaupt weitergehen kann, was so alles auf mich zukommt – Vertrauen in Gottes Weisheit und Liebe!

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