Tagesevangelium – 29.9.2020

Dienstag, 29.9.2020

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 1, 47-51

In jener Zeit sah Jesus Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit.

Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.

Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!

Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen.

Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

Kommentar · Birgit Fürst

Du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!

Wie konnte Natanael so schnell zu diesem Glauben kommen? Kurz zuvor antwortete Natanael seinem Freund Philippus noch auf die Aussage, sie hätten den Messias gefunden: „Kann denn aus Nazaret etwas Gutes kommen?“. Natanael war ein gerechter Mann mit einem offenem Herzen – wie viele damals hat er auf das Kommen des Messias voll Sehnsucht gewartet. Er hört auf Philippus, der zu ihm sagt: „Komm und sieh!“, überwindet seine Zweifel , geht geradwegs auf Jesus zu und erkennt aufgrund seiner Antwort in Jesus den erhofften Messias. Das veranlasst ihn zu seinem Bekenntnis und Jesus stellt ihm daraufhin noch größere Erkenntnis in Aussicht.

Was bedeutet das für mich und mein Leben?

Auch ich habe oft Zweifel, auch ich frage mich: „Kommt denn von Jesus wirklich Gutes für mich?“, und auch ich bin gefordert mit allen meinen Fragen geradewegs auf Jesus zuzugehen. Er steht schon da und wartet auf mich. Er sieht das Gute in mir, den guten Willen in mir – mein Mann und Frau Sein ohne Falschheit – so wie er mich gedacht und erschaffen hat.

Und auch ich kann ihn fragen „Woher kennst du mich?“ und er wird mir antworten: „Ich kannte dich, schon bevor du gerufen wurdest. Ich biete dir meine Freundschaft und Liebe an!“

Natanael war berührt, welch gute Worte Jesus über ihn gesprochen hat.

Es liegt an uns, ob auch wir uns berühren lassen von Jesu Worten und im Glauben bekennen können: Du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel.

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