Tagesevangelium – 23.10.2020

Freitag, 23.10.2020

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 12, 54-59

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:

Sobald ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es kommt so.

Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiß. Und es trifft ein.

Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?

Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil?

Wenn du mit deinem Gegner vor Gericht gehst, bemüh dich noch auf dem Weg, dich mit ihm zu einigen. Sonst wird er dich vor den Richter schleppen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und der Gerichtsdiener wird dich ins Gefängnis werfen. Ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.

Kommentar · Johannes Sterba

Die Zeichen der Zeit erkennen. Das klingt zuerst einmal einfach, es gibt ja auch unzählige Menschen, die sich damit beschäftigen. Der nächste Trend, die nächste Mode, immer schneller folgt Eines aufs Andere.

Die echte Kunst ist es doch aber, die Zeichen richtig zu deuten. Die Zeichen zu sehen und dann auch richtig, angemessen, darauf zu reagieren. Das braucht Balance! Reagieren wir zu schnell auf jede Änderung, bleibt keine Zeit auch einmal zu leben, eine Meinung zu entwickeln, einen Standpunkt zu vertreten. Reagieren wir nicht, oder zu langsam, dann stehen wir daneben, der erarbeitete Standpunkt ist überholt, wir verpassen Chancen.

Die Zeichen der Zeit zu erkennen und darauf zu reagieren fordert Mut, Weitsicht, Verständnis, Geduld – den Hl. Geist. Er kann uns erfüllen und uns helfen, unsere Augen und Herzen für die Zeichen zu öffnen.

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