Tagesevangelium – 11.11.2020

Mittwoch, 11.11.2020

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 25, 31-40

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.

Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.

Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?

Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?

Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Kommentar · Johannes Sterba

Dass wir Menschen gut, liebevoll und wertschätzend miteinander umgehen sollen hören wir oft von Jesus. Immer wieder gibt er uns auch in seinem eigenen Tun ein Vorbild für den Umgang miteinander.

In der heutigen Stelle verstärkt er diese Aussage nicht nur, er gibt uns auch einen tieferen Grund dafür. Wenn wir glauben, dass Gott bei uns sein will, in uns ist, dann muss das auch für alle anderen Menschen gelten. Wenn wir also unsere Mitmenschen schlecht behandeln, dann handeln wir schlecht an Gott. Nicht im übertragenen Sinne, weil er das anders von uns will, sondern ganz direkt, weil wir Ihn im anderen nicht erkennen und daher verletzen.

Diese große Sicht auf uns Menschen, diese tiefe innere Verbundenheit macht uns zu Schwestern und Brüdern, macht uns zu einer großen Familie, einer Gemeinschaft und Einheit. Im Alltag fällt es oft schwer, diese große Sicht zu halten und sich nicht im Kleinen zu verlieren.

Bemühen wir uns, im Gegenüber das Göttliche zu sehen und handeln wir danach.

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