Tagesevangelium – 15.11.2020

Sonntag, 15.11.2020

Lesung aus dem Buch der Sprüche 3, 13-20

Selig der Mensch, der Weisheit gefunden, der Mensch, der Einsicht gewonnen hat. Denn sie zu erwerben ist besser als Silber, sie zu gewinnen ist besser als Gold. Sie übertrifft die Perlen an Wert, keine deiner Kostbarkeiten kommt ihr gleich. Langes Leben birgt sie in ihrer Rechten, in ihrer Linken Reichtum und Ehre; ihre Wege sind schöne Wege, all ihre Pfade führen zum Glück. Ein Lebensbaum ist sie denen, die nach ihr greifen, wer sie festhält, ist glücklich zu preisen. Der HERR hat die Erde mit Weisheit gegründet und mit Einsicht den Himmel befestigt. Durch sein Wissen brechen die tiefen Quellen hervor und träufeln die Wolken den Tau herab.

Ein Text über „die ideale Frau“, der das Buch der Sprüche abschließt. Es handelt sich um ein sogenanntes „Akrostichon“, ein „Spitzen-gedicht“ (jeder Vers beginnt mit einem Buchstaben des hebräischen Alphabets).

Ist Schönheit eitel? In seiner Begeisterung sieht der Verfasser des Buches der Sprüche in der weiblichen Schönheit nur Eitelkeit. Mit Recht, wenn diese Schönheit nur ein betrügerischer Schein ist. Mit Unrecht aber, wenn diese Schönheit als Gabe Gottes angesehen wird. Lernen wir es, jede Schönheit zu betrachten, ohne sie zu begehren.

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom 8, 26-30

So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, was wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern. Der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist. Denn er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht, denen, die gemäß seinem Ratschluss berufen sind; denn diejenigen, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei. Die er aber vorausbestimmt hat, die hat er auch berufen, und die er berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.

Der Apostel führt seine Überlegungen über Christi Wiederkunft fort. Diese Überlegungen sind der Rede Jesu im Kapitel 14 von Matthäus sehr ähnlich.

Ich brauche euch darüber nicht zu schreiben. Manche (in den Sekten, z.B.) drohen uns immer wieder mit dem unmittelbar bevorstehenden Untergang der Welt. Wir müssen die Gegenwart durchleben.

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 19, 12-26

Er sagte: Ein Mann von vornehmer Herkunft wollte in ein fernes Land reisen, um die Königswürde für sich zu erlangen und dann zurückzukehren. Er rief zehn seiner Diener zu sich, verteilte unter sie zehn Minen und sagte: Macht Geschäfte damit, bis ich wiederkomme! Seine Bürger jedoch hassten ihn und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser Mann über uns König wird. Und es geschah, als er die Königswürde empfangen hatte und zurückkehrte, da ließ er die Diener, denen er das Geld gegeben hatte, zu sich rufen. Er wollte sehen, welchen Gewinn sie bei ihren Geschäften erzielt hatten. Der erste kam und sagte: Herr, deine Mine hat zehn Minen eingebracht. Da sagte der König zu ihm: Sehr gut, du bist ein guter Diener. Weil du im Kleinsten zuverlässig warst, sollst du Herr über zehn Städte werden. Der zweite kam und sagte: Herr, deine Mine hat fünf Minen eingebracht. Zu ihm sagte der König: Du sollst über fünf Städte herrschen. Nun kam ein anderer und sagte: Herr, siehe deine Mine. Ich habe sie in einem Schweißtuch aufbewahrt; denn ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist: Du hebst ab, was du nicht eingezahlt hast, und erntest, was du nicht gesät hast. Der König antwortete: Aus deinem eigenen Mund spreche ich dir das Urteil. Du bist ein schlechter Diener. Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mann bin? Dass ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe? Warum hast du dann mein Geld nicht auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei der Rückkehr mit Zinsen abheben können. Und zu denen, die dabeistanden, sagte er: Nehmt ihm die Mine weg und gebt sie dem, der die zehn Minen hat! Sie sagten zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn. Ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

Fortsetzung der Gleichnisse über das Ende der Welt und die wahren Werte: Wonach werden wir gerichtet werden?

Gott wollte uns reich

Ein einziges Talent war zur Zeit Jesu ein ganzes Vermögen. Der Bedürftigste unter uns besitzt ungeheure Fähigkeiten…, die oft verborgen bleiben. „Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn“. Gott ist fröhlich!

Kommentar · P. Piotr Wojciech SSCC

Für den Kommentar von P. Wojciech klicken Sie bitte hier. Zu dieser Bibelstelle gibt es auch einen Kinderwortgottesdienst als Video.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.