Tagesevangelium – 10.12.2020

Donnerstag, 10.12.2020

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 11, 7b.11-15

In jener Zeit begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden:

Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.

Seit den Tagen Johannes‘ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.

Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz über diese Dinge geweissagt.

Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll.

Wer Ohren hat, der höre!

Kommentar · Familie Huchler

Eine nicht leicht zu verstehende Stelle und der Bogen soll hier größer gespannt werden, um den Zusammenhang zu erkennen. Er redet über Johannes den Täufer. Der selbst wohl kein einfacher Zeitgenosse war, also der Gesellschaft entzogen lebte und sich von Heuschrecken und wildem Honig ernährte. Und auch noch in radikaler Weise die Umkehr predigte und getauft hat. Der Jünger um sich gesammelt hat, die von ihm und seiner Botschaft angezogen waren. Ihn preist Jesus als den größten Menschen von allen, die es gegeben hat. Und genau dieser Johannes sitzt zum Zeitpunkt der Rede schon im Gefängnis und Jesus schickt sie zu ihm, damit ihm alles ausgerichtet wird, denn auch Johannes wartete auf den Messias.

Man kann es ein wenig besser verstehen, wenn man die Bewegung zum Alten Testament mitmacht, die auch Jesus gemacht hat.

Damit der Messias kommen kann, so die Verheißung, muss zuerst Elija wiedergekommen sein. Und Elija war nach Mose einer der größten Propheten. Durch den auch Wunder geschehen sind. Jesus hat mit seiner Antwort zweierlei Dinge getan: Johannes bestätigt und damit das Wiederkommen des Elija, und sich als Menschensohn, der seit dem Buch Daniel auch mit dem Messias identifiziert wird, der in seiner Botschaft weiter geht als Johannes, bezeichnet. In seiner Person erfüllt sich also sie Verheißung des Alten Testaments. Und als der gibt Jesus auch einen eschatologischen Ausblick: der Kleinste wird im Himmel größer sein als Johannes. Was mir das sagt? Das der Himmel nicht so passiert, sondern um ihn mit Leidenschaft gerungen werden muss, also mit Herz und Verstand.

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