Tagesevangelium – 14.5.2021

Freitag, 14.5.2021

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 16, 20-23a

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln.

Wenn die Frau gebären soll, ist sie bekümmert, weil ihre Stunde da ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.

So seid auch ihr jetzt bekümmert, aber ich werde euch wieder sehen; dann wird euer Herz sich freuen, und niemand nimmt euch eure Freude.

An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen.

Kommentar · Hanns Sauter

Der „Freude der Welt“ über das Weggehen Jesu, die damit einen lästigen Mahner los ist, steht der Kummer der Jünger gegenüber, die ihren Meister verlieren. Jesus versucht, sie durch auf die Aussicht auf ein Wiedersehen zu trösten. Dazu verwendet er das anschauliche Bild von einer Schwangeren, die auf die Geburt ihres Kindes wartet. Bestimmen vorher noch Ungewissheit, Schmerzen oder Ängste die Situation, sind diese nach der Geburt vergessen. Das „freudige Ereignis“ erweist sich als stärker. Ähnlich wird es den Jüngern ergehen. Sie werden ihn wieder sehen und zwar als den Auferstandenen, denn den, der das Leben ist, kann niemand aus der Welt schaffen. Dann wird ihre Trauer einer Freude weichen, die größer ist als sie „die Welt“ darüber empfindet, dass er – Jesus – aus der Welt geschafft wurde – und die man den Jüngern ebenso wenig nehmen kann, wie ihm das Leben. Aufgrund dieser Freude erübrigen sich dann alle Fragen, die die Jünger jetzt noch haben. Sie gehen auf in dieser Freude. – Die Auferstehungsgeschichten sprechen immer wieder von dieser „Osterfreude“, die in den Jüngern allerdings auch nach und nach erst gewachsen ist. Doch stellt sich die Frage: Was empfinde ich bei dem Gedanken, Jesus kommt?

One thought

  1. Unsere Herausforderung ist, bei aller Mühsal und den Unwägbarkeiten des Lebens zuversichtlich zu bleiben. Jesu Lebensbeispiel will uns Kraft dafür geben.

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