Tagesevangelium – 1.6.2021

Dienstag, 1.6.2021

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 5, 13-19

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.

Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.

Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.

Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

Kommentar · Diakon Johannes Kirchner

Es sind die Gleichnisse Jesu, in denen er ohne lange Einleitungen und Erklärungen direkt das Herz der Menschen rühren kann. Nicht nur in seiner Zeit, nein auch heute verstehen alle Zuhörer sofort, was er uns sagen will. Wenn uns ein Schauspieler oder Sänger auf der Bühne tief berührt, dann, weil seine Darstellung uns anstrahlt. Seine Darbietung nimmt uns gefangen, vielleicht sind wir betroffen oder aber auch glücklich. Auf jeden Fall bewegt uns sein „Strahlen“, gibt uns Anlass zum Nachdenken. So sollen wir alle einander anstrahlen, einander Mut zum Leben machen und damit bereichern wir das Leben aller. Auch das Salzgleichnis verstehen wir sofort, wobei die Wirkung des Salzes nicht immer positiv sein muss. Wir können auch andern die Suppe versalzen. Auf jeden Fall liegt es in unserer Entscheidung wie wir unsere Fähigkeiten einsetzen. Wir können für andere zum Segen oder zum Fluch zu werden.

One thought

  1. Gebote, Regeln sind schon im Alltag vielen Menschen eine Last- auch mir selber. Salz und Licht sein- ein herausfordernder Auftrag Jesu!

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