Tagesevangelium – 28.6.2021

Montag, 28.6.2021

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 17, 20-26

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete:

Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.

Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich.

Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt.

Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast.

Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin.

Kommentar · Diakon Peter Bartsch

Jesus betet in dieser Stelle nicht nur für seine Apostel, sondern für alle, die auf ihn vertrauen, an ihn glauben. Jesus betet für alle Christen, für uns. Er betet, dass alle Christen eins sind- also gegen allen Streit und Trennung unter Christen. Und sicher können wir daraus entnehmen, dass eine Zersplitterung in katholische, orthodoxe, evangelische…. Christen nicht von Jesus gewollt ist.  Jesus wäre wohl auch nicht begeistert, würde er Streitigkeiten innerhalb der katholischen Kirche erleben.

Einigkeit ist aber für uns Menschen nur schwer zu „erarbeiten“, denken Sie an die vielen Streitigkeiten in Ihrem beruflichen oder familiären Umfeld. Die Lösung für dieses unlösbare Problem sieht diese Stelle aus dem Johannesevangelium nicht in Mediation, kirchlichen Gremien, mehr PGR-Sitzungen oder Bischofskonferenzen. Eins zu sein wird durch Gott ermöglicht. Jesus betet, dass wir Christen in die Liebe Gottes, in die Liebe zwischen Vater und Sohn hineingenommen werden.

„Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin.“  Das ist unser Lebensprogramm: bei Jesus Christus sein, in Gott sein- ansatzweise schon jetzt in diesem Leben und, so hoffen wir, nach unserem Tod.

One thought

  1. Jesus sagt: Ich will. Jesus sagt: sie sollen.
    Jesus bittet uns. Jesus beauftragt uns.
    Mir fällt es schwer, die Unmittelbarkeit dieser göttlichen Gegenwart zu empfinden und ich überhöre diese fordernden Worte Jesu sehr oft.
    Schwerhörigkeit kann abgeklärt werden.

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